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Wort für den Tag
Losung und Lehrtext für Samstag, 19. Mai 2012:

So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.
5.Mose 7,9

Dass einige nicht treu waren, was liegt daran? Sollte ihre Untreue Gottes Treue aufheben? Das sei ferne!
Römer 3,3-4
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Campzeitung

Daheimgebliebenen,

hier am ist es wunderbar. Wir hatten Freitag noch einmal tolles Wetter. Die Jugendlichen sind mit einigen Teamern zur Übernachtung im Atombunker von . Das wird sicher ein ganz spezielles Erlebnis.

Es ist jetzt Samstagmorgen und bei uns stehen die Signale auf Abfahrt. Heute geht es für die Jugendlichen nach Hause. Ein großer Teil der Teamer hat dann noch einiges zu tun. Es muss wieder alles abgebaut und verpackt werden. Und dann sind am früh morgens wieder ein 7,5 Tonner und zwei Kleinbusse auf den Weg nach Hause zu schicken.

Aber, nach der ist vor der , und wir sind schon am planen für 2009. Wir hoffen sehr, dass wir von Ihnen, die Sie unsere virtuell begleitet haben, auch in den nächsten Monaten unterstützt werden.

Wir haben gestern noch einmal einiges auf unserer Homepage eingestellt. Es wird sicher auch in den nächsten Wochen immer wieder etwas Neues geben. Schauen Sie doch ab und zu mal vorbei. Etwa dreitausend mal wurden unsere Seiten in den letzten zwei Wochen angeklickt. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Vielleicht beteiligt sich ja noch der eine oder die andere an unserer Umfrage auf der rechten Seite.

Wir freuen uns, dass die Jugendlichen uns am Freitag in der Schlussrunde bis auf eine Ausnahme nur positive Rückmeldungen gegeben haben. Sie waren offensichtlich alle sehr zufrieden. Die einzige Ausnahme war, dass an einigen Tagen das Wetter nicht so gut war, aber dass liegt nun ehrlich gesagt, nicht in unserer Hand. Aber auch im Blick auf das Wetter müssen wir sagen, wir haben viel mehr Sonne als Regen gehabt.

Nicht nur im Blick auf das Wetter, sondern auch im Blick auf die vielen tollen und positiven und Mut machenden Erlebnisse mit "unseren Kindern" sind wir Teamer davon überzeugt: Gottes , den wir am Beginn der Freizeit erbeten haben, war die ganze Zeit bei uns. sei Dank!

Mit herzlichen Grüßen, Ihr
Uwe , Pfr.

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Immer wieder wird gefragt, ob ein solcher Aufwand, den wir für unsere Freizeiten betreiben, wirklich nötig und sinnvoll ist. Insbesondere im Blick auf die Finanzierung ist dies eine Frage. Muss die ins Ausland gehen? Gäbe es nicht günstigere Möglichkeiten in Deutschland? Ist der Teilnehmerbeitrag angemessen? Und ähnliche Fragen werden gestellt.

Da heute viele Familien regelmäßig auch im Ausland Urlaub machen, die Jugendlichen mit , Vereinen etc. Reisen unternehmen und viele zum Teil hoch anspruchsvolle Erlebnisse geboten bekommen, ist eine kirchliche Freizeit nur durchführbar, wenn sie besonders attraktiv ist. Dennoch versuchen wir auch finanziell schwächeren Familien die Teilnahme ihrer an der Freizeit zu ermöglichen. Dazu übernimmt teilweise die einen Anteil der Kosten. Außerdem zeigt unsere Erfahrung, dass unsere Freizeit im Vergleich zu ähnlichen Angeboten immer noch günstig ist.

Um dies zu ermöglichen kalkulieren wir sehr knapp. Dadurch ergibt es sich hin und wieder, dass die Freizeit mit einem Defizit abschließt. Der der evangelischen Kirchengemeinde Rennerod hat bisher immer dieses Defizit ausgeglichen. Dafür hier einmal ein herzliches Dankeschön.

Insgesamt geben wir für die Freizeit im Jahr 2008 knapp 30.000 Euro aus. In etwa der gleiche Betrag muss auch eingenommen werden. Die Einnahmen lassen sich grob aufteilen auf ca. 2/3 Teilnehmerbeiträge und ca. 1/3 und Zuschüsse. Dabei sind aber nur Beträge berücksichtigt, die auch tatsächlich verbucht werden können. Ehrenamtliche und Sachspenden fließen in diese Abrechnung nicht ein. Die Ausgaben teilen sich wie folgt auf: der größte Posten ist die Miete für den Campplatz, für Kanus und Fahrräder und ähnliche Kosten, etwa 9.000 Euro. Die Transportkosten, Bus und Kleinbusse, Benzin etc., machen ca. 5.000 Euro aus. Auf die Verpflegung entfallen ca. 6.000 Euro. Materialbeschaffung etc. schlägt ebenfalls mit etwa 6000 Euro zu Buche. Der Rest sind verschiedene Nebenkosten und kleinere Beträge.

Aus dieser Aufstellung kann man deutlich sehen, dass die Freizeit ohne großzügige Unterstützung nicht möglich wäre. Wir möchten gerne allen Spendern und Zuschussgebern herzlich danke sagen dafür. Darüber hinaus gibt es vielfältige Unterstützung, die nicht mit Geldbeträgen zu verrechnen ist. Uns wird immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden. So gibt es zum Beispiel Menschen, die im Jugendamt Anträge für uns ausfüllen oder bearbeiten, Beratung in Versicherungsfragen und so weiter und so fort. In diesem Jahr bekamen wir großzügige logistische Unterstützung von der Firma Fuhrländer für den Transport unserer Materialien. Jedes Jahr stattet eine der Renneroder Apotheken unseren Sanitätskoffer kostenlos aus. Diese Aufzählung kann gar nicht vollständig sein. Es ist überwältigend, dass dies heute noch so möglich ist. Auch dafür aufrichtigen Dank!

Schließlich ist diese Freizeit vor allem deshalb möglich, weil ein aus zurzeit 19 aktiven und noch viel mehr ehemaligen, aber immer noch dazugehörigen, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sich dafür einsetzt. Unzählbare Arbeitsstunden, Überlegungen und privates Material und Geld steckt das in die Vorbereitung und Durchführung der Freizeit.

Das tun wir nur, weil wir davon überzeugt sind, dass es sich vor allem für die Jugendlichen lohnt! Mehr gibt es dazu wohl kaum zu sagen.

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Nein, es war kein wirklicher Notfall. Nur eine Vorsichtsmaßnahme. Nachdem wir in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag und auch am Donnerstagmorgen wieder einmal durch einen Starkregen kräftig geduscht wurden gab uns Louis den Tipp, dass, falls die Zelte dem Regen nicht standhalten könnten, wir ein Ausweichquartier bekommen könnten. Da wurden wir natürlich sofort aufmerksam. Die Überraschung war groß, als er uns erzählte, dass es in einen Atomschutzbunker gibt und wir diesen im Notfall beziehen könnten. Ungläubiges Staunen. Zuvorkommend, wie Louis nun mal ist, bot er uns sofort an, uns den Bunker zu zeigen. Gesagt, getan. Henry, Bettina, Peter und Michael fuhren mit Louis zum Bunker. Von außen nicht als solcher erkennbar wurden wir im Inneren eines Besseren belehrt. Durch eine Schleuse gelangten wir in den bewohnbaren Teil. In den getrennten Räumen befinden sich Schlafmöglichkeiten für annähernd 60 Personen. Dazu gibt es eine Küche, drei Toiletten mit Waschgelegenheiten sowie zwei Duschen. Phänomenal!

Der Eingang zum Bunker Louis zeigt uns die Räumlichkeiten im Bunker

Ein Schlafraum im Bunker Eingerichtet für einen langen Aufenthalt

Warum existiert dieser Bunker? Louis erzählt: „In der Schweiz ist es seit einigen Pflicht, bei Neubauten einen Atomschutzraum einzurichten. Bei älteren Häusern wurde dies nachträglich nicht vorgeschrieben. So haben die Gemeinden zusätzlich eigene Bunker gebaut. Dies ist der Bunker von Goumois. Mit den Jahren kam man auf den Gedanken, die Bunkeranlage als Übernachtungsquartier an Wanderer zu vermieten.

Wir waren begeistert! Da die Wetterlage in der ganzen etwas unbeständig war, kam uns die Idee, dass wir den Bunker in jedem Fall in der letzten Nacht der als Übernachtungsquartier für unsere Jugendlichen (natürlich mit Teamer-Begleitung) nutzen sollten. Hintergrund: Das würde es uns, sollte das Wetter mitspielen, schon zusätzlich am Freitag und nicht nur am Samstag ermöglichen, die Teilnehmerzelte zu räumen und somit „in trockene Tücher zu bekommen“. Also eine Chance (Tag) mehr. Und was natürlich noch wichtiger war: Ein zusätzliches Highlight für unsere Jugendlichen. Wer bekommt denn schon mal die Chance, in einem Bunker zu übernachten? Ein weiteres Abenteuer mehr in dieser abwechslungsreichen .

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Als wir loswanderten war strahlend blauer Himmel. Wir gingen über Felder und Wiesen, durch Gräben und durch den Wald. Der Wald erinnert an ein Naturparadies. Die Felsen sind sehr hoch und wunderschön.

Wir liefen über zwei Brücken, die uns ein Stück näher zum Wasserfall brachten. Dann ging es noch etwa 25 Stufen bergauf und wir waren am Ziel angekommen. Der Wasserfall plätscherte lustig vor sich hin. Das Wasser war glasklar.

Auf dem Rückweg begegnete uns ein superschöner Molch. Bettina, „der alte Fotograf“, knipste alles, was ihr vor die Linse kam.

Bericht von Max Gath

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Die Wanderung führt zunächst am entlang, bevor Unterwegs hat man einen tollen Blick auf den sogenannten
man durch einen „Märchenwald“ zu den Kaskaden „Affenfelsen“. Wenn man genau hinsieht, erkennt man in
aufsteigt. diesem Felsvorsprung den Kopf eines Gorillas.

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Über die Brücke und dann … …der Auslauf aus der Höhle

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Ein imposanter Anblick. Ein Wasserfall, den man unter
einem Felsvorsprung umlaufen kann.

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Haa, wie erfrischend! Über Stock und Stein

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Diese beiden frechen Teamerinnen genießen sichtlich Rast auf dem Rückweg. Die Hütte „Cabanas du Germains“
die faszinierende Umgebung (Hütte der Deutschen)

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Dieser Themenabend knüpfte an den vorhergehenden Themenabend an. Zum Ausklang dieses ersten Abends war der Begriff „Grenzen“ diskutiert worden. Zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest, welches Thema Gegenstand des zweiten Abends werden würde. Aus dem Kreis der Teilnehmer kam im Nachhinein der Vorschlag, Mobbing und körperliche Übergriffe als Thema aufzugreifen. Mit ein Grund hierfür war sicher auch, dass es – wie in jedem Camp vorher – hier und da zu Situationen kommt, die man mit diesen Begriffen in Verbindung bringen kann. Seien es Hänseleien, Unstimmigkeiten in der Zeltgemeinschaft oder sogar kleinere körperliche Übergriffe. Wir haben gelernt, damit umzugehen und nahmen diesen Gedanken der Teilnehmer gerne auf, zumal „Mobben“ und körperliche Übergriffe Paradebeispiele für das Überschreiten von Grenzen sind.

Man kam zu der Ansicht, dass eine Aufteilung der Teilnehmer in vier Gruppen erfolgen sollte, da man beim ersten Themenabend spüren konnte, dass es dem ein oder anderen Jugendlichen unangenehm ist, vor einer größeren Gruppe über Gefühle oder negative Erlebnisse zu reden. Die vier Teamer, die in diesen Gruppen die Moderation durchführen sollten, sind alle aus beruflicher Sicht mit den entsprechenden Problemen befasst. Jörg (Justizvollzugsbeamter), Bettina und Fabienne (Erzieherinnen) sowie Michael (Polizeibeamter) erklärten sich gerne dazu bereit, die jeweiligen Gruppen zu leiten.

Im Rahmen der Vorbereitung wurde das Thema folgendermaßen konkretisiert:

„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ oder „Wenn dir jemand auf die linke Wange schlägt, halte ihm auch die rechte hin“

Der Einstieg in diesen Abend fand mit der gesamten Gruppe statt. Die vier Moderatoren hatten sich hierzu etwas Besonderes einfallen lassen.

„Rein zufällig“ wurde Michael von Bettina kräftig angerempelt. Michael reagierte spontan mit dem Ausdruck „dumme Kuh!“. Bettina verpasste Michael eine schallende Ohrfeige (die war nicht schlecht!), worauf Michael seinerseits Bettina eine Ohrfeige verpasste. Dazu der Kommentar: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“.

Im Anschluss daran spielten Jörg und Fabienne die gleiche Szene – mit dem Unterschied, dass Jörg die Ohrfeige nicht erwiderte, sondern die andere Wange hinhielt, was Fabienne dazu veranlasste, sich kopfschüttelnd zu entfernen. Auch hierzu der entsprechende Kommentar: „Wenn dir jemand auf die linke Wange schlägt, halte ihm auch die rechte hin“.

Dieses Eingangsszenario war schon eine Überraschung für die Jugendlichen.

Themenbezogene Verse aus dem Buch der Sprüche wurden als weitere Gedankenanstöße von den Teamern verlesen.

- „Wer geduldig ist, der ist weise. Wer aber ungeduldig ist, offenbart seine Torheit“ (Sprüche 14, Vers 29)

- „Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer, aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt “ (Sprüche 14, Vers 31)

- „Wer seinen Nächsten verachtet, versündigt sich, aber wohl dem, der sich der Elenden erbarmt“ (Sprüche 14, Vers 21)

- „Ein zorniger Mann richtet Zank an, ein Geduldiger aber stillt den Streit“ (Sprüche 15, Vers 18)

Als musikalische Umrahmung hatten die Teamer aus dem Liederheft die folgenden Lieder ausgesucht:

- „Vergiss es nie, dass du lebst“

- „Sei ein lebend“ger Fisch“

- „Aufstehn, aufeinander zugehn“

Die Texte dieser drei Lieder passen hervorragend zu den angesprochenen Themen und wurden auch im Rahmen der folgenden Gruppenarbeiten thematisiert.

Nach dem Zufallsprinzip wurden dann 4 Gruppen gebildet, die sich auf dem weitläufigen Gelände verteilten, um ihre Gespräche aufzunehmen.

Zu einem solchen Gesprächskreis gehören natürlich gewisse Verhaltensregeln:

- Ausreden lassen

- Keine abfälligen Bemerkungen über Äußerungen eines anderen

- Kein Auslachen

- Kein Redezwang

Das wurde von den Jugendlichen wirklich sehr gut umgesetzt. Naturgemäß beginnt so ein Gesprächskreis etwas zäh. Keine(r)will der/die Erste sein. Ein Moderator ist schließlich auch dafür dabei, um die Sache in Schwung zu bringen. Sind dann die ersten Wortmeldungen gekommen, bekommt das Ganze eine gewisse Eigendynamik. Es entsteht ein gewisses Gefühl der Sicherheit und Akzeptanz. So nah und nach erzählte fast jede(r) von seinen Erlebnissen und es wurde deutlich, dass annähernd alle sich schon einmal in einer Opferrolle befunden haben. Mal weniger dramatisch, mal auch heftig.

Das dabei Gefühlte wurde ausgesprochen, wobei auffiel, dass es vielen Jugendlichen schwer fiel, überhaupt Gefühle zu beschreiben. Im Gegenzug war es auch so, dass fast alle eingestehen mussten, selbst einmal Grenzen überschritten zu haben. Auch die Teamer schilderten selbst Erlebtes und machten den Jugendlichen damit deutlich, dass niemand unfehlbar ist. Wie man mit so etwas umgehen kann, wie man solche Situationen vermeiden kann, wie man anderen helfen kann, dass jeder Mensch besondere Werte hat – all dies wurde angesprochen und diskutiert. Aus dem Kreis der Jugendlichen kam dann auch der Begriff „Nächstenliebe“.

Es waren gute Gespräche, die geführt wurden. Bleibt zu hoffen, dass davon möglichst viel hängen bleibt. Die Resonanz aus dem Kreis der Jugendlichen jedenfalls war positiv.

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