Zu Beginn des Themenabends am 14.07.2011 führten die Teamer Michael, Martina, Jörg und Claudia ein kleines Anspiel vor.
Es ging um die Jugendliche Martina, die genauso wie die Jugendlichen jetzt, eine Freizeit mit erleben durfte. Fünf Tage vor dem Ende der Freizeit, stand der Ausflug nach Neuchatel an. Freudestrahlend ging Martina zur Lagerbank und bat Teamer Michael, gespielt von himself, um Geld. Er aber berichtete ihr, dass sie schon ihr ganzes Geld verprasst hat und rückte ihr keinen einzigen Cent raus.
In der nächsten Szene laufen Angst, gespielt von der Teamerin Claudia, und die Hoffnung, dargestellt von Teamer Jörg, um die Wette. Jeder möchte zuerst Martina beeinflussen. Sie kommen gleichzeitig an und wechselweise reden sie auf Martina ein. Die Angst zeigt ihr auf, wie schlecht sie doch mit Geld umgehen kann und das sie ein Versager ist. Sie geht sogar so weit in ihren Visionen, dass Martinas Zukunft unter einer Brücke endet.
Die Hoffnung hingegen macht Martina Mut nicht aufzugeben. Sie sagt, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt und dass immer Hoffnung besteht, wenn sich Martina anderen anvertraut.
Martina zwischen Hoffnung und Angst
Martina war zwischen Angst und Hoffnung hin und her gerissen. Sie wusste gar nicht, was sie machen kann und wie es weiter gehen soll….
Nachdem Anspiel eröffnete Jörg eine Gesprächsrunde in dem er das Thema Angst in seinen Worten und Gedanken erklärte. Er stellte den Jugendlichen eine Aufgabe: Sie sollten in eine undurchsichtigen Tüte mit nicht bekanntem Inhalt greifen. Sandro meldete sich als erster Freiwilliger, doch zögerte anfangs.
Auch Sandro schwebt zwischen Angst und Hoffnung – Vertraut er Jörg und greift in die Tüte? Oder überwiegt die Angst?
Nach kurzem Zögern siegt das Vertrauen zu Teamer Jörg
Nach kurzer Zeit vertraute er den Worten von Jörg und griff hinein. Als er merkte, was der unbekannte Inhalt war, verzog Sandro das Gesicht und Laute des Ekels erfüllten die Runde. Dennoch trauten sich noch andere Jugendliche in die Tüte zu fassen.
Am Ende der Aufgabe enthüllte Jörg das Geheimnis der Tüte. Der Inhalt bestand aus Nudeln mit Ketchup.
Glück gehabt! So schlimm war es nicht!
Jörg frage in die Runde, wer denn schon mal Angst erlebt hat. Zuerst zögerten die Jugendlichen sich zu öffnen, aber nachdem Michael und Jörg Angstsituationen aus ihrem Berufsleben erzählten, wurden sie mutiger etwas von sich preis zu geben. Wir hörten von Angst bei einem “beinahe-Unfall” mit dem Moped, wenn man eine schlechte Note mit nach Hause bringt, Angst vor Schulfächern und von der Angst in der Dunkelheit. In den meisten Situationen fühlten sich die Erzähler hilflos und allein.
Nach der Gesprächsrunde hörten wir einen Ausschnitt aus einem Lied von Xavier Naidoo. In diesem Lied werden die Angst und das was man dagegen tun könnte gut beschrieben:
Angst hat keine Freunde, trotzdem kennt man sie gut.
Sie macht sich lieber Feinde und sie frisst am liebsten Mut.
Keiner kann sie leiden, doch sie hat jeden gern.
Sie kennt auch jeden Menschen, ganz egal ob nah oder fern.
Deine Angst ist auch meine, denn sie lebt in dir uns mir.
Im Dunkeln und alleine, nagt sie an dir und mir.
Wir könnten uns verbünden, wir beide du und ich.
Und unsere Angst ergründen, ich lass dich nicht im Stich.
Die Teamerin Claudia wiederholt nochmal eine wichtige Textzeile und ermutigt die Jugendlichen sich ihrer Angst zu stellen. “Sie kann überwunden werden,” sprach sie weiter ” redet mit jemanden über eure Ängste.” Mit offenen und ehrlichen Gesprächen, kann man sich gegen die Angst verbünden. Teamer Jörg fragte, wer den Ausspruch “Lass diesen Kelch an mir vorüber gehen” kennt und erklärte weiter, dass der Ursprung von dieser Aussage in der Bibel geschrieben steht. An dem Abend wo Judas den Jesus verraten hatte und die Soldaten ihn festnahmen, hatte Jesus eine so große Angst, dass er zu Gott betete: “Herr, mein Vater, wenn es möglich ist, erspare es mir, diesen Kelch trinken zu müssen!” Gott nahm Jesus die Angst und so betete er noch einmal zu ihm: “Mein Vater, wenn es nicht anders sein kann und ich diesen Kelch trinken muss, dann geschehe dein Wille!” (Matthäus 26, 37-46). Claudia erklärte, dass Jesus seine Angst zu Gott gebracht hat und dadurch Kraft empfangen hat. So konnte er von Gott aufgerichtet und ihn Ruhe gehen. “Wenn ich Angst habe, bete ich auch oft zu Gott und bitte ihn um Kraft zu überwinden”, erzählte Claudia, ” versucht es doch auch mal, wenn ihr in einer angsttreibenden Situation seid!” Zum Abschluss betete Jörg noch diese Gebet:
Tief in mir spüre ich Angst.
Angst zu versagen, mich zu blamieren,
mein Gesicht zu verlieren.
Du nimmst mich an, so wie ich bin.
Vor dir kann ich nicht versagen.
Mein Kopf weiß das.
Lass es mein Herz spüren.
Und schenke mir den Mut,
meine Angst zu überwinden.
(Ingeborg Kistner)
Und den Segen gab Claudia noch mit in die Nacht:
Gottes guter Segen sei mit euch!
Um euch zu schützen,
um euch zu stützen
auf euren Wegen.
Gottes guter Segen sein vor euch!
Mut, um zu wagen,
Nicht zu verzagen
Auf allen Wegen
Gottes guter Segen sei um euch!
Liebe und Treue
Immer aufs Neue
auf euren Wegen.
Gottes guter Segen sei um euch!
Heute und Morgen
seid ihr geborgen
auf allen Wegen.
Gottes guter Segen sei in euch!
Sucht mit den Herzen,
leuchtet wie Kerzen
auf allen Wegen.
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