Immer wieder wird gefragt, ob ein solcher Aufwand, den wir für unsere Freizeiten betreiben, wirklich nötig und sinnvoll ist. Insbesondere im Blick auf die Finanzierung ist dies eine Frage. Muss die Freizeit ins Ausland gehen? Gäbe es nicht günstigere Möglichkeiten in Deutschland? Ist der Teilnehmerbeitrag angemessen? Und ähnliche Fragen werden gestellt.
Da heute viele Familien regelmäßig auch im Ausland Urlaub machen, die Jugendlichen mit Schule, Vereinen etc. Reisen unternehmen und viele zum Teil hoch anspruchsvolle Erlebnisse geboten bekommen, ist eine kirchliche Freizeit nur durchführbar, wenn sie besonders attraktiv ist. Dennoch versuchen wir auch finanziell schwächeren Familien die Teilnahme ihrer Kinder an der Freizeit zu ermöglichen. Dazu übernimmt teilweise die Kirchengemeinde Rennerod einen Anteil der Kosten. Außerdem zeigt unsere Erfahrung, dass unsere Freizeit im Vergleich zu ähnlichen Angeboten immer noch günstig ist.
Um dies zu ermöglichen kalkulieren wir sehr knapp. Dadurch ergibt es sich hin und wieder, dass die Freizeit mit einem Defizit abschließt. Der Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde Rennerod hat bisher immer dieses Defizit ausgeglichen. Dafür hier einmal ein herzliches Dankeschön.
Insgesamt geben wir für die Freizeit im Jahr 2008 knapp 30.000 Euro aus. In etwa der gleiche Betrag muss auch eingenommen werden. Die Einnahmen lassen sich grob aufteilen auf ca. 2/3 Teilnehmerbeiträge und ca. 1/3 Spenden und Zuschüsse. Dabei sind aber nur Beträge berücksichtigt, die auch tatsächlich verbucht werden können. Ehrenamtliche Arbeit und Sachspenden fließen in diese Abrechnung nicht ein. Die Ausgaben teilen sich wie folgt auf: der größte Posten ist die Miete für den Campplatz, für Kanus und Fahrräder und ähnliche Kosten, etwa 9.000 Euro. Die Transportkosten, Bus und Kleinbusse, Benzin etc., machen ca. 5.000 Euro aus. Auf die Verpflegung entfallen ca. 6.000 Euro. Materialbeschaffung etc. schlägt ebenfalls mit etwa 6000 Euro zu Buche. Der Rest sind verschiedene Nebenkosten und kleinere Beträge.
Aus dieser Aufstellung kann man deutlich sehen, dass die Freizeit ohne großzügige Unterstützung nicht möglich wäre. Wir möchten gerne allen Spendern und Zuschussgebern herzlich danke sagen dafür. Darüber hinaus gibt es vielfältige Unterstützung, die nicht mit Geldbeträgen zu verrechnen ist. Uns wird immer wieder mit Rat und Tat zur Seite gestanden. So gibt es zum Beispiel Menschen, die im Jugendamt Anträge für uns ausfüllen oder bearbeiten, Beratung in Versicherungsfragen und so weiter und so fort. In diesem Jahr bekamen wir großzügige logistische Unterstützung von der Firma Fuhrländer für den Transport unserer Materialien. Jedes Jahr stattet eine der Renneroder Apotheken unseren Sanitätskoffer kostenlos aus. Diese Aufzählung kann gar nicht vollständig sein. Es ist überwältigend, dass dies heute noch so möglich ist. Auch dafür aufrichtigen Dank!
Schließlich ist diese Freizeit vor allem deshalb möglich, weil ein Team aus zurzeit 19 aktiven und noch viel mehr ehemaligen, aber immer noch dazugehörigen, ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sich dafür einsetzt. Unzählbare Arbeitsstunden, Überlegungen und privates Material und Geld steckt das Team in die Vorbereitung und Durchführung der Freizeit.
Das tun wir nur, weil wir davon überzeugt sind, dass es sich vor allem für die Jugendlichen lohnt! Mehr gibt es dazu wohl kaum zu sagen.
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