“Wiedergeburt, Seelenwanderung oder Auferstehung?”
“Wiedergeburt, Seelenwanderung oder Auferstehung?” diese Frage wurde tatsächlich während des ersten Themenabends von den Jugendlichen gestellt. Sie sollte nun im Gottesdienst am Sonntag in der Mitte der Freizeit aufgegriffen werden. Es ist schon erstaunlich worüber die jungen Leute nachdenken. Leider trauen viele Erwachsene ihnen viel zu wenig zu!
Pfarrer Uwe erläutert den Altar.
So ein Gottesdienst im Camp ist natürlich nicht zu vergleichen mit einem Gottesdienst in der Kirche. Es beginnt schon mit dem Altar. Wie können wir die Gegenwart Gottes auch hier in Goumois in unserer Freizeit darstellen? Diese Aufgabe hatte Henry übernommen und einen Altar gebaut, der alles repräsentierte, was uns im Outdoor-Camp wichtig ist: die Sportgeräte (ein Kanu, Wanderschuhe, Kletterseil, Fahrradhelm …) und natürlich ein Kreuz, das für unseren Glauben steht.
Erstaunlich aufmerksame Gottesdienstteilnehmer.
In einem ersten Teil der Predigt erläuterte Pfarrer Uwe den Glauben der Buddhisten an die Widergeburt. Viele Teilnehmer hatten das Interesse geäußert, darüber etwas genauer Bescheid zu wissen. Besonders hob er hervor, dass der Respekt vor dem Glauben anderer Menschen wichtig ist. So führt zum Beispiel der buddhistische Glaube zur Achtung allen Lebens, der Menschen und auch der Tiere. Davon können wir als Christen auch einiges lernen.
Im zweiten Teil der Predigt zeigte Pfarrer Uwe die Besonderheit des christlichen Glaubens im Blick auf die Auferstehung und das ewige Leben auf. Er lud die Jugendlichen ein, sich darüber Gedanken zu machen und zu einer eigenen Glaubensüberzeugung zu kommen. Weil jeder einzelne Mensch von Gott geliebt wird und weil jeder einzelne Mensch einmalig ist, deshalb bleibt diese Einmaligkeit auch über den Tod hinaus in Gott erhalten. Pfarrer Uwe sagte: “Wir haben nur dieses eine Leben und es ist absolut einmalig und etwas ganz besonderes. Jeder einzelne von uns ist von Gott unendlich geliebt. Das gilt hier und jetzt und auch in Ewigkeit.”
Auch das Team ist voll bei der Sache.
Dina liest einen Psalm von Franz von Assisi
Einige andere Teamer gestalteten den Gottesdienst mit: Dina und Juli hatten die Lieder ausgesucht, sprachen die Lesungen und luden die Teilnehmer zum Gebet ein. Jeder hatte die Möglichkeit eine Blume auf den Altar zu legen, um auszudrücken, was gut und schön war. Für Dinge, die einem schwer auf dem Herz liegen – Sorgen, Probleme, Ängste … – konnten Steine auf dem Altar gelegt werden. Viele Jugendliche und Teamer machten davon Gebrauch. Einige sprachen ihre Gedanken auch laut aus.
Juli lies einen Text des Apostels Paulus: “Gott freut sich, wenn ihr euch freut!”
Den Abschluss des Gottesdienstes bildete, wie üblich, der Segen. Allerdings haben einige im Laufe der Freizeit die Erfahrung gemacht, dass das nicht nur ein übliches Ritual ist. Den Segen Gottes täglich zu empfangen und zu spüren in all den guten Dingen und auch als Hilfe, wenn etwas mal schief geht, das ist für viele inzwischen unverzichtbar. Als es einmal beim Abendschluss “nur” ein Gebet gab, aber keinen Segen, beschwerten sich einige Mädels: “Wir wollen aber morgen wieder den Segen bekommen!”
In diesem Gottesdienst hatten wir auch hohen Besuch: unsere ehemaligen Teamer Nicole (2. von links) und Daniel (Danny the cook, rechts) waren für einen Tag zu Gast.
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