Am Dienstag, den 24. März 2009 kamen viele Eltern und Erzieherinnen ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus nach Rehe, um einen Themenelternabend mit Pfarrer Uwe Hermann zu erleben.
Das Thema „Mit Kindern beten“ weckte so großes Interesse, dass sogar ein Kindergartenkind mitgekommen war.
Pfarrer Hermann sprach zunächst über die Bedeutung des Gebets für alle Menschen – große und kleine. Er betonte, dass man beim Beten mit Kindern eigentlich nichts falsch machen könne, außer man betet gar nicht mit seinem Kind oder setzt das Gebet als negatives Erziehungsmittel ein.
Eltern sollten mit Kindern jeden Alters beten. Dem Neugeborenen können sie Gebete vorsingen.
Die Fürbitte für das eigene Kind geht dann über in gemeinsame Gebete, die die Kinder wie von selbst lernen. Kinder sind von Natur aus religiös.
Es gibt 5 gute Gründe, um mit Kindern zu beten:
- Es wird ein Raum der Stille geschaffen – man kann sich auf Gott konzentrieren
- Das Gebet als Ritual gibt Struktur und Orientierung, um Halt zu finden
- Das Kind erlebt Vertrauen und Geborgenheit im Gebet
- Das Kind erlebt Gemeinschaft – Christsein ist immer Gemeinschaft
- Beten ist ein Zeichen der Hoffnung
Auch beim Gebet mit Kindern sollten die Inhalte das Bitten, die Fürbitte, den Dank und das Lob einschließen. Man kann seine Kinder segnen oder ihnen einen Segen mit auf den Weg geben.
Zum Beispiel beim Abschied am Morgen: „ Mach’s gut! Gott schütze dich!“
Segnen ist eine Form des Betens.
Gebete in Reim-Form sind bedeutsam, gerade auch für kleine Kinder. Über die Reim-Form kann das Kind gemeinsam mit den Eltern zum frei gesprochenen Gebet finden.
Für das Beten mit Kindern ist es wichtig:
- MIT dem Kind zu beten
- Das Kind, das Gebet auswählen zu lassen
- Eine kindgemäße Sprache einzusetzen
- Inhalte aufzunehmen, die das Kind erlebt hat
- Das Gebet in ein Ritual einzubetten (Ruhe, Kerze, Aufstehen, Augen schließen, auf dem Bett sitzen oder Hände falten, etc.)
- Das Gebet sollte eingebettet sein in die religiöse Erziehung
„Das Gebet drückt die Beziehung zu Gott aus. Von dem Gefühl, das wir beim Beten haben, kommt beim Kind ganz viel an. Ganz wichtig ist die Echtheit des Gebets. Stärken Sie die Geborgenheit in Gottes Liebe!“
In einer kleinen Diskussionsrunde berichteten Eltern und Erzieherinnen über eigene Erlebnisse mit ihren Kindern. Bei den Fragen zum Thema stellte sich schnell heraus, dass man leicht noch einen Abend mit Inhalten füllen könnte. In den nächsten Monaten vielleicht?
Weitere Infos unter: www.wie-kann-ich-beten.de
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