Engagierte Gläubige gründeten seinerzeit einen Kirchenbauverein
RENNEROD. Am 16. November 1958 wurde in Rennerod die evangelische Kirche eingeweiht. An dieses besondere Ereignis erinnerte jetzt ein Fest-gottesdienst, zu dem sich auch zahlreiche Ehren-gäste einfanden.
Dass die evangelische Kirche Rennerod nicht nur aus Steinen, Putz und anderen Materialien besteht, wurde an diesem Abend allseits deutlich. Als ein „buntes akustisches Bild“ bezeichnete Propst Michael Karg das Gotteshaus in seiner Predigt. Er hielt Rückblick auf die Anfänge, als seinerzeit einige Gläubige einen Kirchenbau-verein gründeten und sich so allmählich von der Muttergemeinde Emmerichenhain lösten. Die Liturgie wurde von den beiden Gemeindepfarrern Uwe Hermann und Michael Zopf gestaltetet. Dabei sorgte der evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Peter-Ferdinand Schönborn für einen schönen musikalischen Rahmen. Ein herzliches Wiedersehen gab es mit Pfarrer Gerhard Zimmermann, der 33 Jahre lang die Gemeinde als Seelsorger betreute und viele Jahre Dekan des Dekanats Bad Marienberg war. Begeistert sprach er von den tatkräftigen Einsätzen, die ihm bis heute in guter Erinnerung geblieben seien. „Hier hat sich wirklich etwas bewegt“, äußerte er sich über die Gemeinde, die für ihn und seine Frau Gisela stets eine besondere Herausforderung gewesen sei.
Die Glückwünsche des Evangelischen Dekanats Bad Marienberg überbrachte Dekan Martin Fries. Er hob die gute Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche hervor, die in Rennerod eine ganz wichtige Rolle spiele. Als Freund sprach Pfarrer Achim Sahl von der katholischen Kirchengemeinde Rennerod und überreichte auf amüsante Weise ein vielsagendes Blumenpräsent. Kindheitserinnerungen rief Werner Daum, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, wach. Stellvertretend für die angeschlossenen Ortsgemeinden Hellenhahn-Schellenberg, Neustadt, Rehe, Homberg und Waldmühlen und die Stadt Rennerod gratulierten die beiden Ortsbürgermeister Johannes Beul (Rehe) und Michael Gräb (Homberg) und auch Dr. Joachim Müller, ehemaliger Kirchenvorsteher und Nachbar der Kirche, erinnerte an verschiedene Begebenheiten des vergangenen halben Jahrhunderts. Der Vorsitzende des Kirchenvorstands Torsten Giehl, der zu Beginn die Kirchengemeinde begrüßt hatte, verlas nun einige Grußworte. Sein Dank galt dem engagierten Küsterteam sowie den Helfern, die die Arbeit der beiden Seelsorger tagtäglich unterstützten. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde in den Gemeinderäumen im Untergeschoss der Kirche zu Imbiss und geselligem Beisammensein eingeladen. (Bericht: Ulrike Preis)
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